Alraune

2020, perforierter Offsetdruck, 400 Seiten, 37 x 29,7 cm, Württembergischer Kunstverein ---
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Die Idee einer konstruierten Frau – einem weiblichen Androiden ohne Gefühle – taucht nicht nur in diesen Foren auf, sondern schon in Heinz Hanns Ewers 1911 erschienenem Roman „Alraune – Geschichte eines lebenden Wesens“. 

Die Erzählung beginnt mit der Schilderung einer Befruchtung ohne Geschlechtsverkehr, bei der das Mädchen Alraune gezeugt wird. Die Mutter ist Prostituierte, das Ejakulat stammt von einem Mörder. Sie wächst heran zu einer Frau, die von Ewers als promiskuitiv beschrieben wird und unfähig ist Liebesbeziehungen zu Männern aufzubauen. Eine Art weiblicher Frankenstein wird heraufbeschworen, die Männern Böses will. 

 

 

Die Arbeit Alraune zeigt Frauenabbildungen – es sind handkolorierte Videostills der Romanverfilmungen aus den Jahren 1928, 1930 und 1952.